Ein Beispiel von vielen: Die Luxus-Reederei Oceania hat angekündigt, dieses Jahr alle Schiffe mit Wasser-Destillationssystemen für stilles und sprudelndes Wasser auszustatten. So will Oceania den jährlichen Verbraucher an Plastikflaschen um mehrere Millionen senken.

4. Abwasser wird aufbereitet: Für das Abwasser haben die Schiffe Kläranlagen an Bord, die stetig verbessert werden. „Das geklärte Wasser erreicht bei den modernen Kläranlagen nahezu Trinkwasserqualität“, erläutert eine Clia-Sprecherin. Die Mitglieder des Verbands, die für immerhin 90 Prozent des weltweiten Kreuzfahrtmarkts stehen, hätten sich außerdem freiwillig verpflichtet, kein sogenanntes Schwarzwasser, das etwa in den Toiletten entsteht, ins Meer zu leiten.

5. Neue Schiffe wählen: Der Kunde will möglichst umweltfreundlich reisen? Schon der kurze Abriss oben über Umweltmaßnahmen der Reedereien zeigt: Wer moderne Schiffe bucht, ist schonender unterwegs. Kunden, die auf die Umweltbilanz achten, sollten also ein möglichst neues Schiff nehmen.

6. Auf die Route achten: Auch die Route spielt für die Umweltbilanz eine wichtige Rolle. Erstens, weil für bestimmte Gewässer wie etwa Nord- und Ostsee strenge Schadstoffvorgaben gelten. Wer seine Umweltbilanz optimieren will, wählt also tendenziell eine Kreuzfahrt in diesen Regionen. Zweitens entfällt bei Angeboten mit Abfahrt in der Nähe oft der Flug – was die Umweltbilanz ebenfalls aufbessert.

7. Nachhaltige Landgänge buchen: Kunden haben oft die Möglichkeit, nachhaltige Landausflüge zu buchen. Aida etwa hat mehr als 400 im Programm. Zudem bieten Reedereien Ausflüge mit Fahrrädern oder E-Bikes an. Einige Kreuzfahrtunternehmen geben Kunden inzwischen auch die Möglichkeit, mit einem freiwilligen Betrag Umweltprojekte zu unterstützen. Der Kunde hat es also zu einem nicht unerheblichen Teil selbst in der Hand, wie schonend seine Kreuzfahrt ist.

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