Liquidität sichern

Aida will Geld vom Land – Arosa hat es schon

Aida verhandelt nach Medienberichten mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern um einen millionenschweren Überbrückungskredit. Der ebenfalls in Rostock beheimatete Flussanbieter Arosa hat die Zusage des Landes und der Banken bereits erhalten.

Die Aida Nova wird wie ihre Markenschwestern frühestens ab Juli wieder in See stechen. Das belastet die Kasse.
Foto: Aida Cruises

Die Kreuzfahrtreedereien brauchen durch den Corona-bedingten Reisestopp dringend finanzielle Hilfen. So hat etwa Aida Cruises alle Reisen bis zum 30. Juni abgesagt, und wann das Geschäft wieder aufgenommen werden kann, ist nach wie vor unklar.

Nach Informationen des NDR verhandelt nun die Rostocker Reederei mit dem Land Mecklenburg-Vorpommern über einen Überbrückungskredit von bis zu 500 Millionen Euro. Außerdem solle der deutsche Kreuzfahrtmarktführer unter den Rettungsschirm des Bundes genommen werden. Aida gehört mit insgesamt rund 1500 Mitarbeitern an Land zu den größten Arbeitgebern des Bundeslandes. Für sie wurde Kurzarbeit angemeldet.

Der in der Nachbarschaft von Aida beheimatete Flussreiseanbieter Arosa braucht ebenfalls staatliche Hilfe. Die kommt vom Land Mecklenburg-Vorpommern und der Ostseesparkasse Rostock in Form eines Bürgschaftskredits. „Dank der Bürgschaft des Landes, der kreditgebenden Bank sowie eines zusätzlichen Einsatzes der Gesellschafter ist Arosa sehr gut für die Zukunft gerüstet“, sagt Arosa-Chef Jörg Eichler. Zu der Höhe des Kredits gibt es keine Angaben. Arosa gehört mehrheitlich dem britischen Finanzinvestor Duke Street. Die Reederei plant, den Betrieb im Juni wieder aufzunehmen.

Die großen Kreuzfahrtkonzerne haben sich schon vor einigen Wochen finanziell abgesichert. So hat sich die Aida-Mutter Carnival insgesamt 6,4 Milliarden US-Dollar (5,9 Milliarden Euro) zusätzliche Liquidität verschafft. Auch der zweitgrößte Konzern, Royal Caribbean Cruises, hat zusätzliche Anleihen ausgegeben und verfügt nun über rund vier Milliarden Dollar. Norwegian Cruise Line Holdings soll mehr als drei Milliarden Dollar zur Verfügung haben, um die kommenden zwölf Monate auch ohne Umsätze zu überstehen. (CVP)

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