Corona und Kreuzfahrt (Update)

Reedereien starten nicht vor dem Sommer

Der Kreuzfahrtbetrieb ist wegen der Corona-Krise zum Erliegen gekommen. Wegen der immer noch unsicheren Gesundheitslage und eingeschränkten Reisebedingungen verlängern die Kreuzfahrtreedereien die Unterbrechung ihres Reiseprogramms. Bei manchen wird es nun Herbst, bis sie wieder Fahrten aufnehmen wollen.

Immer mehr Hochseereedereien und Flussreiseanbieter ziehen mit Reiseabsagen nach.
Foto: FVW Medien

Diese Übersicht wird laufend aktualisiert.

Aida setzt das gesamte Reiseprogramm bis 30. Juni 2020 aus. Zuletzt galt die Absage bis 31. Mai. Kunden, die für die abgesagte Reise ein Reiseguthaben akzeptieren, erhalten einen zusätzlichen Bonus von zehn Prozent auf den bereits gezahlten Preis. Reisebüros bekommen einen Liquiditätsbvorschuss von zehn Prozent auf den Guthabenwert. Aber auch eine Rückerstattung des Reisepreises ist auf Wunsch des Gastes möglich. Alle Neubuchungen bis 31. Juli 2020 können bis 60 Tage vor Reisebeginn innerhalb des ursprünglich gebuchten Tarifes einmalig kostenfrei umgebucht werden.

Arosa plant, ihre Reisen auf Rhein und Donau im Juni neu zu starten. Auch für Frankreich und Portugal werden in den nächsten Tagen neue Informationen erwartet. Arosa bietet Umbuchungsmöglichkeiten inklusive zusätzlicher Vorteile an. So können Gäste kostenfrei auf einen anderen Termin in der Saison 2020 oder 2021 umbuchen und bekommen ein Bordguthaben in Höhe von 50 Euro pro Person. Zudem erhalten sie eine Sonderermäßigung in Höhe von 30 Prozent für eine zukünftige Arosa-Kreuzfahrt.

Die Carnival Cruise Line plant ab 1. August erste Reisen wieder aufzunehmen. Dazu hat sie konkrete Pläne vorgelegt. Diese betreffen acht Schiffe ab drei Häfen. Ab Galveston fahren die Carnival Dream, Carnival Freedom und Carnival Vista. Ab Miami starten zunächst die Carnival Horizon, Carnival Magic and Carnival Sensation. Und in Port Canaveral nehmen die Carnival Breeze und Carnival Elation ihren Dienst wieder auf. In allen anderen Abfahren in den besagten Häfen sowie in weiteren nordamerikanischen Destinationen und Australien pausieren bis 31. August.

Sämtliche Carnival Spirit Kreuzfahrten in Alaska von Seattle sind abgesagt wie auch die Reise der Carnival Spirit von Vancouver nach Honolulu am 25. September und die Honolulu-Brisbane Transpazifik-Reise ab 6. Oktober. Alle Carnival Splendor Kreuzfahrten in Australien vom 19. Juni bis 31. August sind ausgesetzt.

Die griechische Kreuzfahrt-Reederei Celestyal Cruises, die zu den griechischen Inseln und im Mittelmeer fährt, muss den Betriebsstopp bis zum 30. Juli verlängern. Gäste erhalten ein Kreuzfahrtguthaben in Höhe von 120 Prozent des ursprünglichen Buchungswerts. Sie können dieses Guthaben bis Ende Dezember 2021 für die Buchung einer Kreuzfahrt aus dem gesamten Celestyal-Portfolio in den Jahren 2020, 2021 und 2022 nutzen.

Costa sieht sich gezwungen, ihre Reisen bis Ende Juni auszusetzen. Gäste werden informiert und erhalten einen Gutschein und einen Vertrauens-Bonus on top von zehn Prozent auf die an Costa Kreuzfahrten geleisteten Zahlungen. Dieser Gutschein kann für alle Reisen bis einschließlich 31. Dezember 2021 genutzt werden, auch für bereits gebuchte Costa Kreuzfahrten der Kunden. Gästen, die ihren Voucher und den Bonus nicht in Anspruch nehmen möchten, erstattet Costa Kreuzfahrten auf Wunsch den Reisepreis in Höhe der bereits geleisteten Zahlung. Den Vertriebspartnern wird Costa einen Liquiditätsvorschuss in Höhe von zehn Prozent auf den Gutscheinwert zur Verfügung stellen. Dieser Zuschuss wird mit der Provisionszahlung der Buchung verrechnet.

Die Reederei Croisi Europe stellt sämtliche Flusskreuzfahrten bis zum 14. Juni 2020 ein. Kreuzfahrten nach diesem Termin finden zum jetzigen Zeitpunkt statt. Die Kreuzfahrten von Croisi Europe auf dem Mekong starten wieder ab dem 14. August.

Die Queen Mary 2 und die Queen Victoria von Cunard fahren bis einschließlich 31. Juli 2020 nicht mehr. Da für die Queen Elizabeth ein stark verkürzter Aufenthalt in Alaska operativ nicht umsetzbar ist, wird ihre gesamte Alaska-Saison bis einschließlich 8. September abgesagt. Betroffene Gäste erhalten eine Gutschrift von 125 Prozent des bereits gezahlten Reisepreises, die sie bis Ende März 2022 einlösen können. Darüber hinaus können Gäste dieses Guthaben nun auch für die Buchung einer zweiten Kabine oder für ein Upgrade einsetzen.

Voraussichtlich bis Mitte Juni pausieren alle Schiffe von Hapag-Lloyd Cruises. Letzter Stand der Aussetzung war Ende Mai. Aktuell prüft die Reederei auch hinsichtlich der durch die USA verlängerten Einreise-Bestimmungen für Kreuzfahrtschiffe mögliche Optionen für die Fahrpläne. Im Falle von Routenänderungen oder auch Reiseabsagen werden alle gebuchten Gäste und Reisebüro-Partner aktiv informiert.

Holland America Line unterbricht ihren Kreuzfahrtbetrieb bis einschließlich 30. Juni. Zuvor hatte die Reedereie nur bis zum 10. respektive 14. Mai pausieren wollen. Holland America Line fordert die Provisionen für bereits bezahlte Kreuzfahrten nicht zurück und zahlt zudem eine weitere Provision auf den Future Cruise Credit von 125 Prozent.

Hurtigruten verlängert nochmals den Abfahrts-Stopp. Die Postschiff-Route an der norwegische Küste pausiert bis zum 15. Juni. Die erste geplante Abfahrt erfolgt am 16. Juni mit der Finnmarken ab Bergen. Für alle weiteren, weltweiten Abfahrten nach dem 16. Juni trifft das Unternehmen zeitnah Entscheidungen. Reisen mit der Roald Amundsen in Nordamerika diesen Sommer sind aufgrund Reisebeschränkungen vor Ort bis in den September hinein storniert. Alle Gäste, deren Abfahrten vor dem 30. September liegen, können kostenlos umbuchen. Der Umbuchungsgutschein muss bis zum 30. Mai angefordert werden.

MSC Cruises hat den Schiffsbetrieb bis 10. Juli 2020 eingestellt. Betroffene Gäste erhalten eine Gutschrift über den vollen Betrag und ein je nach Reiselänge zwischen 100 und 400 Euro gestaffeltes Bordguthaben, die bis Ende 2021 eingelöst werden können. Auch zwischen dem 11. Juli und 30. September 2020 gebuchte Reisen können auf jedes Schiff der Flotte auf ein Abfahrtsdatum bis 31. Dezember 2021 umgebucht werden.

Nicko Cruises sagt alle Reisen auf der Donau sowie in Portugal, Frankreich, Kroatien, Russland und Asien mit Abfahrt bis einschließlich 14. Juni 2020 ab. Alle Schiffe im Ausland oder mit hohen ausländischen Streckenanteilen treten damit ihre erste Reise zum laut Katalog geplanten Reisetermin ab Mitte Juni an. Innerdeutsche Reisen, zum Beispiel Kreuzfahrten zwischen Potsdam und Stralsund oder ab/bis Köln sind somit weiterhin ab Anfang Juni geplant – vorausgesetzt, die politischen Beschlüsse und behördlichen Anweisungen lassen dies zu diesem Zeitpunkt zu. Alle Um- und Neubuchungen bis 30. Juni mit Abreise bis zum 31.Dezember 2020 erhalten kostenlos das Nicko Sorgenfrei Paket.

Alle drei Marken der Norwegian Cruise Line Holdings verlängern ihren Reisestopp um weitere vier Wochen. Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises und Regent Seven Seas werden bis einschließlich 31. Juli 2020 keine Kreuzfahrten unternehmen. Zuletzt hatte die Aussetzung bis zum 30. Juni gegolten.

Bei Phoenix Reisen sind alle Flussreisen mit Abreise bis einschließlich 15. Juni 2020 abgesagt. Gästen, die eine Flussreise mit Abreise bis einschließlich 30. Juni 2020 gebucht haben, bietet die Reederei eine kostenfreie Umbuchung auf eine neu zu buchende Reise aus allen veröffentlichten Katalogen an. Eine kostenfreie Stornierung ist nicht möglich. Alle Flussreisen ab dem 15. Juni werden nach derzeitigem Stand wie geplant stattfinden. Lediglich die Reisen in Russland werden bis einschließlich 25. Juni ausgesetzt. Alle folgenden Flussreisen nach Russland und Ukraine mit Abreise bis Ende des Jahres 2020 können kostenlos umgebucht werden.

Bei den Hochseereisen mit Abreisen zwischen 30. Juni und 31. August kann kostenfrei auf eine Reise aus allen veröffentlichten Katalogen umgebucht werden. Die Hochsee-Kreuzfahrten nimmt Phoenix ab frühestens Anfang Juli wieder auf.

P & O Cruises setzt die Fahrten bis einschließlich 31. Juli aus. Alle Gäste mit Abfahrten bis 31. Juli erhalten automatisch 125 Prozent Future Cruise Credits, die sie bis März 2022 einlösen können bei einer Buchung bis Ende 2021.

Princess Cruises hat den Betrieb der Hochseeflotte über den 30. Juni 2020 hinaus eingeschränkt. So finden die Alaska-Kreuzfahrten und Alaska-See- und Landrundreisen der Coral, Grand, Pacific, Royal, Emerald und Ruby Princess mit Abfahrt in 2020 nicht statt. Abgesagt werden auch alle Europa- und Transatlantikkreuzfahrten der Enchanted, Regal, Sky, Crown und Island Princess, sowie die Abfahrten in der Karibik und nach Kanada mit Caribbean und Sky Princess. Die Kreuzfahrten mit Abfahrt in Japan auf der Diamond Princess wurden bis in den Herbst 2020 abgesagt, die Australienabfahrten der Sapphire und Sea Princess bis einschließlich August, die Juli-Kreuzfahrten ab Taiwan mit der Majestic Princess sowie die Herbstkreuzfahrten nach Hawaii mit der Pacific Princess bis einschließlich November.Abgesagt werden die Europa-Reisen der Enchanted Princess bis 31. Juli, die Fahrten der Sun Princess bis 4. September und die Reisen der Diamond Princess bis 4. August.

Pullmantur Cruises hat den Kreuzfahrt-Betrieb bis zum 3. Juli ausgesetzt. Die spanische Reederei kontaktiert derzeit die gebuchten Gäste, um ihnen Alternativen anbieten zu können.

Royal Caribbean Cruises – mit den Marken Royal Caribbean International, Celebrity Cruises und Azamara Cruises – verlängert seinen Betriebsstopp bis zum 31. Juli. Ursprünglich galt die Pause bis zum 11. Juni. Die betroffenen Gäste erhalten einen Future Cruise Credit in Höhe von 125 Prozent. Dieser Gutschein gilt für Abfahrten bis zum 30. April 2022 (Buchung bis 31. Dezember 2021). Alternativ können sich die Gäste auch für eine Rückzahlung des ursprünglichen Reisepreises entscheiden.

Auch die Scenic-Gruppe (Scenic Luxury Cruises & Tours, Emerald Cruises, Evergreen Cruises & Tours) sagt alle Abfahrten bis zum 31. August 2020 aus. Die Scenic Eclipse pausiert sogar bis Ende September. Gäste erhalten für die abgesagten Reisen einen Gutschein über 110 Prozent des Reisepreises, der bis 30. Juni 2023 gültig ist.

Seabourn verlängert die Reiseabsagen bis einschließlich 30. Juni. Seabourn wird Gäste und Reisebüros entsprechend informieren. Betroffene Gäste erhalten eine 125-prozentige Gutschrift in Form eines Future Cruise Credit, der für eine beliebige Kreuzfahrt bis zum 21. Dezember 2021 eingesetzt werden kann. Wer das nicht wahrnehmen möchte, bekommt den Reisepreis zu 100 Prozent zurückerstattet.

Silversea nimmt die Reisen frühestens Mitte oder Ende Juli wieder auf: Die Silver Muse soll am 16. Juli, die Silver Spirit am 17. Juli, die Silver Whisper am 18. Juli, die Silver Cloud und die Silver Wind am 20. Juli, die Silver Explorer am 23. und die Silver Shadow am 26. Juli wieder starten. Gäste erhalten für ihre abgesagten Reisen eine Gutschrift über 125 Prozent des Reisepreises, der zwei Jahre gültig ist.

TUI Cruises hat sich ebenfalls entschieden, weitere Reisen bis in den Juli hinein abzusagen. Bleiben die Daten nun wie angekündigt, startet der Kreuzfahrtbetrieb am 3. Juli mit gleich drei Schiffen: Der Mein Schiff 2, Mein Schiff 4 und der Mein Schiff Herz. Allen Gästen mit Abreisetermin bis zum 31. August bietet die Reederei die Möglichkeit, bis spätestens fünf Tage vor Reisebeginn gebührenfrei umzubuchen. (CVP/LAS/BAR)

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