Trendziel Unglücksreaktor

Tschernobyl boomt – wegen neuer Fernsehserie

Schon seit einigen Jahren entdecken Touristen das Sperrgebiet rund um den Katastrophenreaktor Tschernobyl in der Ukraine für sich. Die neue Sky-Erfolgsserie „Chernobyl“ verstärkt diesen Trend noch.

Ein verlassener Kindergarten im Sperrgebiet um den verunglückten Atomreaktor Tschernobyl.
Foto: Getty Images/iStockphoto

Die Nachfrage nach Tschernobyl sei nach dem Start der Serie in Deutschland im Mai „drastisch gestiegen“, sagt Alexander Sieland, Brand Manager von LMX Individuell. „Da gibt’s zweifellos einen Zusammenhang.“ Genaue Buchungszahlen wollte er allerdings nicht nennen.

Mit dem Tool LMX Individuell können Reisebüros Urlaubspakete selbst zusammenstellen. Alle Angebote – auch die Ausflüge – werden voll verprovisioniert. In LMX Individuell finden sich allerdings auch fertige Pakete, darunter zu Tschernobyl: Kiew mit drei Übernachtungen samt Flug und Ausflug an den Ort des Reaktorunfalls ist ab 420 Euro pro Person zu haben.

Von drastisch steigenden Verkaufszahlen berichtet auch Get Your Guide. „Wir verzeichnen seit dem Serienstart im Mai rund vier mal mehr Buchungen für Tschernobyl-Angebote als noch zu Jahresbeginn“, erläuterte eine Sprecherin des Anbieters für Touren und Aktivitäten. Auch sie nannte keine absoluten Zahlen.

Im Atomkraftwerk von Tschernobyl explodierte am 26. April 1986 ein Reaktor. Infolge der Katastrophe wurde ein Gebiet von 3600 Quadratkilometern um den Ort des Unglücks gesperrt. Die Sky-Serie „Chernobyl“ erzählt die Geschichte der Katastrophe stark faktentreu. Nach offiziellen Angaben besuchten 2018 rund 70.000 Touristen das Sperrgebiet.

Eine ausführliche Geschichte über Tschernobyl-Tourismus, weitere Buchungsmöglichkeiten und was es vor Ort überhaupt zu besichtigen gibt, lest Ihr in der nächsten TravelTalk (Heft 33/34), die am Freitag, 16. August, erscheint.

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