Verschärfte Maßnahmen

Spanien schickt deutsche Urlauber in Quarantäne

Um ein Aufflammen der Corona-Pandemie zu verhindern, müssen Einreisende aus dem Ausland in Spanien 14 Tage lang in Quarantäne verbringen. Das gilt ab 15. Mai.

Noch keine Normalität: Spanien hat strenge Regeln erlassen, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen.
Foto: Istock Photo

Auch im Urlaubsland Spanien müssen aus dem Ausland einreisende Passagiere nun 14 Tage lang in Quarantäne. Das hat die spanische Regierung am Dienstag entschieden. Die Maßnahme gilt ab dem 15. Mai und soll so lange in Kraft bleiben, bis der Mitte März wegen der Corona-Pandemie ausgerufene Alarmzustand aufgehoben wird. Zuletzt war der bis zum 24. Mai verlängert worden. Eine weitere Verlängerung könnte nach dem Wunsch der linken Regierung folgen.

Reiseveranstalter sollen Kunden informieren

Die Quarantäne-Vorschrift gab es bislang nur in bestimmten Fällen, etwa für Menschen, die aus Italien einreisten. „Die günstige Entwicklung der epidemiologischen Situation in unserem Land und der Beginn der Deeskalation machen es notwendig, die Kontrollmaßnahmen zu verstärken“, hieß es. So soll ein Wiederaufflammen der Corona-Ausbreitung verhindert werden.

Reiseveranstalter wurden dazu aufgerufen, ihre Kunden beim Ticketkauf über die Quarantänemaßnahmen zu informieren. Fluggäste sollen ein Formular (Passenger Location Card) ausfüllen, damit sie bei Bedarf von den Behörden ausfindig gemacht werden können.

Der Anordnung zufolge müssen Reisende die ersten zwei Wochen nach ihrer Ankunft in ihrer Wohnung oder Unterkunft bleiben. Sie dürfen diese allerdings zum Einkaufen oder etwa für Arztbesuche verlassen, allerdings gilt dabei eine strenge Maskenpflicht. Bestimmte Berufsgruppen sind ausgenommen, darunter Transporteure, Crews von Flugzeugen und Mitarbeiter des Gesundheitswesens, wenn sie nicht mit Covid-19-Patienten in Kontakt waren. (WIL/dpa)

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