Folgen der Corona-Krise

Tourismus in Spanien bricht um zwei Drittel ein

Die Corona-Krise hat in Spanien zu einem massiven Wirtschaftseinbruch geführt. Im März ging die Zahl der Besucher um mehr als 60 Prozent zurück.

Ein Bild aus anderen Zeiten: Der volle Stadtstrand von Barcelona.
Foto: Getty Images

Vor der Pandemie legte Spanien sieben Jahre in Folge ein Rekordjahr nach dem anderen hin, so dass sich das Land weltweit zum zweitbeliebtesten Urlaubsziel entwickelte. Wegen der Corona-Krise ist die Zahl der internationalen Besucher massiv zurückgegangen.

Sie fiel im März um 64,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf rund zwei Millionen. Die Ausgaben der Besucher sanken um 64 Prozent auf 2,2 Mrd. Euro. Ein massiver Verlust für Spanien: Der Tourismus trägt rund zwölf Prozent zur Wirtschaftsleistung bei und sichert Millionen Arbeitsplätze.

Spaniens Wirtschaft schrumpfte im ersten Quartal um 5,2 Prozent und damit so stark wie noch nie. Nach Prognose der EU-Kommission wird die Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 9,4 Prozent einbrechen. „Die strikten Eindämmungsmaßnahmen, die in Spanien als Reaktion auf den Ausbruch der Pandemie eingeführt wurden, werden wohl zu einem beispiellosen Rückgang der Wirtschaftstätigkeit führen“, erklärte die Brüsseler Behörde.

Die Regierung hatte als Reaktion auf den heftigen Ausbruch am 14. März den Notstand ausgerufen, so dass Hotels und andere touristische Unterkünfte schließen mussten und die Grenzen geschlossen wurden. Beliebte Urlaubsziele wie die Balearen wollen unbedingt wieder öffnen, wenn auch mit reduzierter Kapazität. Hotelbetreiber setzen sich bei der Regierung etwa für die Zulassung begrenzter Reisen zwischen Deutschland und Mallorca ein.

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