Curaçao

Willemstad

Amsterdam im Karibik-Look: Himmelblau, pistaziengrün und bonbonrosa leuchten die Giebel von Willemstad. Nicht von ungefähr wurden weite Teile von Curaçaos Hauptstadt schon vor 20 Jahren als Unesco-Weltkulturerbe unter Schutz gestellt.

Foto: Curac¸ao Tourist Board.

Viele der markanten Stadtvillen und Landhäuser mit den typisch holländischen Treppen- und Glockengiebeln haben sich etwa in Otrobanda erhalten, das zu den schönsten Kolonialvierteln der ganzen Karibik zählt. Ebenfalls mit dem Unesco-Titel bedacht wurde das Viertel Punda auf der anderen Seite der Sint-Anna-Bucht mit der berühmten Handelskade (Foto), einer farbenfrohen Häuserfront direkt zum Wasser hin. Und auch große Teile der Stadtviertel Pietermaai und Scharloo sind geschützt.

Der gute Zustand der Gebäude, die teilweise aus dem 17. und 18. Jahrhundert stammen, ist sowohl Curaçaos Lage außerhalb des Hurrikangürtels zu verdanken als auch den beharrlichen Restaurierungsarbeiten und engagierten Bemühungen rund um den Denkmalschutz. Bis heute hat sich auf Curaçao der Brauch erhalten, alle Häuser zum Jahresende neu zu streichen, und so präsentiert sich die Insel jedes Jahr zum Weihnachtsfest im strahlend neuen Look.

Extra-Tipp für Kulturfans: Curaçao ist die Heimat von zahlreichen international angesehenen Künstlern. Viele kann man in ihren Ateliers besuchen, und auch eine Reihe von Kunstgalerien hat die Insel, etwa die Jean Girigory Gallery mit Gemälden, Skulpturen, Keramiken, Masken und Glasarbeiten oder die Nena Sanchez Gallery mit ihren karibisch-bunten Bildern voller Lebensfreude.